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An Index of Metals – false twins

Video-Oper von Fripp & Eno / Romitelli

Beginn
Ende
Location Orangerie, Herrenhäuser Straße 3, 30419 Hannover

In Fausto Romitellos Video-Oper An Index of Metals, die der Komponist eine 'rituelle Soundmesse' nennt, erzählt das renommierte belgische Ictus Ensemble im Zusammenspiel von Klang und Licht die Geschichte von der Verschmelzung der Wahrnehmung. Drei Filme werden auf drei Leinwände projiziert und treten in einen Dialog mit der Musik für Sopran und elf verstärkte Instrumente. Die ungeheuren Kräfte von Korrosion oder Deformation und das Glühen metallischer Oberflächen werden in Musik und Bild entfaltet. Dabei wird der Klang als Materie gedacht und mit Hilfe elektroakustischer Prozesse zu porösen oder dichten, starren oder sich verformenden Klanggebilden modelliert. Romitelli neigte dazu, sich mit einem komplexen Mandala von Pop-Symbolen zu umgeben: Lichtenstein's Gemälde "Drowning Girl" inspirierte das Libretto, bei Pink Floyd fand er Samples, die er benutzte, und bei Robert Fripp und Brian Eno die Poesie des Heavy-Metal, die kalten und metallischen Farben bis hin zum finalen Fall in den puren Noise.

Auch wenn Fripp und Eno die Musik Romitellis nicht direkt beeinflusst haben, ergibt sich doch ein treffender und bedeutungsvoller Zusammenhang zwischen den zwei gleichnamigen Stücken. Fripp und Enos An Index of Metals von 1975 ist ein etwa halbstündiges dissonantes Gitarren-Solo, das Kobe Van Couwenberghe zu Beginn des Konzertes live mit dem körnigen analogen Sound zweier historischer Tonband-maschinen, dem berühmten "Frippertronics" Loop-System, rekonstruiert.

Mit Ictus Ensemble
E-Gitarre Kobe Van Cauwenberghe
Dirigent Georges-Elie Octors
Dauer ca. 1h 30min

Preis 24 / 29 / 34 Euro
Preis erm. ab 12 Euro


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